Startseite    Kontakt/Impressum    Sitemap    Downloads    Newsletterabo    Suche:

Preis der LpB für polit. Film

Die LpB hält Filme für ein wichtiges Medium im Rahmen ihrer politischen Bildungsarbeit. Anlässlich der bisherigen Video-Film-Tage Rheinland-Pfalz&Thüringen wurden junge Filmemacher für gesellschaftspolitische Filme mit einem Preis der Landeszentrale für politische Bildung (Filmpreis der LpB für gesellschaftspolitische Filme) ausgezeichnet. Die LpB hat den Preis mit 2.500 Euro dotiert.

2007 ging der Filmpreis für gesellschaftspolitische Filme an den Dokumentarfilm aus Burkina Faso: „Maimouna- La vie devant moi“ von Fabiola Maldonado, Ulrike Sülzle und Miriam Zimmermann. Die Hauptfigur der Dokumentation Maimouna hat sich der Aufklärung über die gesetzlich verbotene, dennoch praktizierte Beschneidung von Frauen verschrieben. Unter der Beachtung der gebotenen Höflichkeit und nach den Regeln der Dorfhierarchie versucht sie Gehör zu finden. „Maimouna" ist ein ethnologischer Film, der die schwarzafrikanischen Kommunikationsstrukturen respektiert und nicht versucht in sie einzugreifen. Er schafft mühelos die so seltene Verbindung zwischen Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit.

Im Jahre 2001 war der Filmpreis der LpB für gesellschaftspolitische Filme erstmals vergeben worden: erster Preisträger war Stanislaw Mucha mit seinem Film "Absolut Warhola".
2003 wurde der Preis zu gleichen Teilen aufgeteilt. Die Gewinner waren „Gherdeal" - eine Dokumentation von Martin Nudow und Thomas Beckmann sowie "Gecekondu - über Nacht gebaut" - eine Dokumentation von Anja Hansmann und Ebru Karaça.

Der Preis der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz für politische Filme wurde 2005 wie schon zwei Jahre zuvor, zwei Filmen zugesprochen: Preisträger war Sebastian Heinzel mit seinem Spielfilm: "89mm - Freiheit in der letzten Diktatur Europas", der uns fünf junge Menschen in der weißrussischen Hauptstadt Minsk, inmitten der letzten Diktatur Europas zeigt. Dabei geht es den Machern des Films nicht um eine Abrechnung mit dem dortigen politischen System. Vielmehr gelingt es ihnen das Bild einer jungen Generation zu zeichnen, die in einer postsowjetischen Realität ihr Leben gestaltet. Obwohl dieses dokumentarische Portrait auf manche getrübte Hoffnung verweist, zeigt es gleichermaßen Mut und Zuversicht und die Lust dieser jungen Menschen auf das Leben in einem Land - in ihrem Land - trotz der widrigen Verhältnisse.
Die weitere Preisträgerin 2005 war Juliane Zelwies mit ihrem Film: "Der Sprung ins kalte Wasser“. Ihr Film beschreibt einen grundlegenden gesellschaftlichen Wandel, angetrieben durch fortschreitende Globalisierung: Wo die organisierte Gruppe der Werktätigen den Unternehmern gegenüberstand, steht heute der Einzelne in mühsam gezähmter Konkurrenz zum nächsten Einzelnen, einem anonymen Wesen, das sich als Teil globaler Unternehmen jeder Berührung und jeder Verantwortung entzieht. Sich und seine Leistungen auf dem Arbeitsmarkt anbieten, sich verkaufen, und dabei um immer kleinere Einheiten von Beschäftigungsdauer und Honorar kämpfen, das ist die Arbeitsplatzbeschreibung der Zukunft. Juliane Zelwies hat in ihrer Künstlersatire diese Rollenverteilung durchgespielt, und dank großartiger Besetzung und großartiger Dialoge ist aus diesem Kammerspiel ein sozialkritisches Stück geworden.

 

Die Filmpreisträger 2005 (v.r.): Sebastian Heinzel und Juliane Zelwies zusammen mit dem Referatsleiter Kultur der LpB, Dr. Rüdeger Schlaga c Foto: Schwarz - LMZ
 
Filmrollen

Servicebox

Ansprechpartner:

Dr. Matthias Krell

Tel.: 06131-1629 77

E-Mail