Migration
Unsere Welt befindet sich in einem schnellen Wandel. Die Globalisierung führt zu gravierenden Veränderungen nicht nur im Wirtschaftsleben. Auch die Erweiterung der Europäischen Union (EU) hat weitgehende Auswirkungen auf die Menschen. Die unvermindert hohen Migrations- und Flüchtlingsströme stellen die EU zu Beginn des 21. Jahrhunderts vor große politische Herausforderungen. Migration in Europa ist ein Thema mit vielen Facetten, weil ganz unterschiedliche Menschen in Europa Migrantinnen und Migranten sind. Dazu gehören EU-Bürger in anderen Mitgliedstaaten, Einwanderer aus Drittstaaten, ethnische Zuwanderer, wie zum Beispiel Aussiedler in Deutschland, Flüchtlinge und Asylbewerber oder ausländische Studenten.
Alle Staaten der westlichen Welt sind Einwanderungsländer. Sie sind zur Heimat von Menschen geworden, „die heute kommen und morgen bleiben" (Georg Simmel).
Einwanderer, die bleiben, sollen sich integrieren. Kein Staat verzichtet auf diese Forderung. Was aber meint der schillernde Begriff Integration? Die Sorgen mancher Bürgerinnen und Bürger wegen vermeintlich zu starker Zuwanderung und deren Abwehr beherrschen weiterhin die politische Agenda. Von Rechtsextremisten geschürte Ängste vor „Überfremdung“ führen oftmals zu Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus und letztendlich auch zu Gewalt. Dabei hat Migration zahlreiche Aspekte. Die demographische Entwicklung der Bevölkerung zeigt eindeutig auf, dass Wirtschaft und Gesellschaft ohne ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht mehr lebensfähig sind. De facto sind inzwischen alle EU-Länder zu Einwanderungsstaaten geworden. Die faktische Einwanderung, die in den einzelnen Mitgliedsstaaten seit vielen Jahren stattfindet, muss auch als solche anerkannt, sie muss transparenter gestaltet und integrationspolitisch begleitet werden.
Neue Publikation: Femina migrans
Freiwillige und erzwungene Wanderungen kennzeichnen die europäische Geschichte nicht erst seit dem 19. Jahrhundert. In "Femina migrans" wird Migration aus der Geschlechterperspektive betrachtet, und auf die von heutigen Medien vermittelten Bilder von Migrantinnen eingegangen.
bigFM-Initiative für Integration 2012
Zum zweiten Mal veranstaltet bigFM mit verschiedenen Partnern die "bigFM-Initiative für Integration". Bis zum 31. Dezember 2011 können sich Vereine, Verbände, Schulen, Initiativgruppen und Privatpersonen, Jugendliche und Erwachsene mit tollen Ideen zum Thema Integration bei bigFM bewerben.
Empfehlenswert:
- Beauftragter der Landesregierung für Migration und Integration
- Arbeitsgemeinschaft der Beiräte für Migration und Integration Rheinland-Pfalz
- Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration
- Newsletter "Migration und Bevölkerung" berichtet alle vier bis sechs Wochen aktuell über Migrationsforschung, Zuwanderungspolitik und Bevölkerungsentwicklungen.
- Portal politische Bildung
- Aussiedler
Komplette HTML-Version des Zeitschriftenheftes aus der Reihe "Informationen zur politischen Bildung". - Expertendatenbank Migration enthält Informationen über europäische Expertinnen und Experten aus staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen, aus Universitäten und Forschugnseinrichtungen, die sich mit dem Thema "Migration" befassen.
- I-Punkt - Integrations-Projekt
Kursangebot der Landeszentrale für politische Bildung BW für Menschen mit Migrationshintergrund. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden die politischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Grundlagen des Landes vermittelt.

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