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Israel/Naher Osten

Israel und Palästina in der Arbeit der Landeszentrale für politische Bildung

Von der Vermittlung eines Dialogs zwischen Deutschen, Israelis und Palästinensern bis zur Aufarbeitung des Holocaust gehört die Auseinandersetzung mit dem Nah-Ost-Konflikt zu der Arbeit der Landeszentrale für Politische Bildung Rheinland-Pfalz. Um ein breites Publikum für dieses Themenfeld zu interessieren bedient sie sich verschiedenster Veranstaltungsformen und -methoden: Von der klassischen Publikation über die Organisation von Begegnungen und Gesprächsforen bis zum modernen Theaterstück.

Mit dem im Jahre 1990 gegründeten deutsch-israelischen Autorentreffen, das 1994 zum deutsch-israelisch-palästinensischen Autorentreffen (DIP) erweitert wurde, hat sie bis 2006 regelmäßig zum Dialog eingeladen – in Israel, in Palästina, in Deutschland. Das Sich-Austauschen und die Suche nach einer Lösung des Konflikts stand dabei ebenso auf der Agenda wie das Erinnern und Aufarbeiten gemeinsamer Geschichte. Das achte bisher letzte Autorentreffen fand im September 2006 in Worms statt.

Im Winter 2004/2005 begab sich die Landeszentrale für politische Bildung auf neue Wege der Vermittlung des gerade für jüngere Menschen schwer zugänglichen Themas. In Kooperation mit Givat Haviva Deutschland e.V. und der Theatermacherin Dominique Caillat tourte sie von Dezember 2004 bis März 2005 mit dem Theaterstück „Kidnapping“ durch Deutschland. Das Stück blickt aus der Sicht einer Deutschen, eines Israelis und eines Palästinensers auf die historische und aktuelle Lage im nahen Osten. Es zeigt, dass die Beschäftigung mit Israel auch mehr als 60 Jahre nach Kriegsende ein wichtiges Thema für Deutschland ist – sind Begriffe wie Holocaust und Judenverfolgung doch ein Teil unserer aller Vergangenheit, auch der jüngsten Nachkommen. 

Die Landeszentrale bietet mit ihren in der Regel einmal im Jahr stattfindenden Studienreisen nach Israel und Palästina interessierten Multiplikatorinnen und Mulitiplikatoren die Möglichkeit beide Länder und die jeweiligen politischen, gesellschaftlichen, religiösen und kulturellen Strukturen aus unmittelbarer Anschauung und Gespräche mit wichtigen Vertretern kennenzulernen. Ein Ziel ist dabei, vorhandene Vorurteile in Bezug auf die Konfliktparteien des israelisch-palästinensischen Konflikts aufzubrechen. Ein anderes Ziel ist, Einblicke in die gesellschaftliche Realität neben oder unterhalb des Konflikts zu vermitteln. Die nächste Studienreise ist für Herbst 2012 zum Schwerpunktthema "Rolle der Frauen in den verschiedenen Segmenten beider Gesellschaften" geplant.

Im Bereich der Fortbildung von in der Gedenkarbeit tätigen Personen  hat die Landeszentrale in Verbindung mit Yad Vashem und anderen Stätten der Holocaust-Erinnerung und Holocausterziehung in Israel Fortbildungen in Israel durchgeführt.

Deutsch-Israelische Gesellschaften (DIG) bzw. Freundeskreise (DIF) informieren in verschiedenen rheinland-pfälzischen Städten über Israel und knüpfen Kontakte zwischen Deutschen und Israelis.

 

"The World facing Israel – Israel facing the World"

Landeszentrale unterstützt Buchveröffentlichung "The World facing Israel - Israel facing the World: Images and Politics"

Die Landeszentrale für politische Bildung hat die Publikation der Vorträge des prominent besetzten Symposiums "The World facing Israel - Israel facing the World: Images and Politics", das von der "Arbeitsgemeinschaft Israel"  an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz vom 25. - 27. Mai 2010 im rheinland-pfälzischen Landtag und der Universität durchgeführt wurde, unterstützt. Der vom Leiter der Arbeitsgemeinschaft, Alfred Wittstock, herausgebene Band  ist unter dem Titel "The World facing Israel – Israel facing the World" 2011 im Verlag Frank & Timme erschienen.

 
Historischer Stich: Menschen mit Fahnen beim Hambacher Fest

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Dr. Dieter Schiffmann, Tel. 06131/16-2971/73, E-Mail

Download

Literatur zum Nahostkonflikt in unserer Bibliothek (PDF, 19.11.12)

Rede des palästinensischen Präsidentenberaters Dr. Yasser Abed Rabbo (PDF-Datei, 2,5 MB)