Hinzert
AKTUELL

- Das Ehepaar Manuela und Ulrich Schüngel aus Göttingen wurde als 50.000 Besucher begrüßt. Foto: © LpB Gedenkstätte Hinzert
50.000 Besucher in der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert
Landeszentrale für politische Bildung begrüßte den 50.000 Besucher der Ausstellung zur Geschichte des SS-Sonderlagers/KZ Hinzert im Dokumentations- und Begegnungshaus.
Mit dem Ehepaar Schüngel aus Göttingen konnte am Mittwoch, dem 1. September in der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert nicht einmal fünf Jahre nach der Eröffnung des Dokumentations- und Begegnungshauses der 50.000 Besucher begrüßt werden. Dr. Beate Welter, Leiterin der Gedenkstätte zeigte sich erfreut darüber, dass das Dokumentations- und Begegnungshaus so guten Anklang findet. Neben Deutschen stellen die Niederländer und die Luxemburger die nächstgrößeren Besuchergruppen. Um dem Rechnung zu Tragen kann man die Informationen der Dauerausstellung über ein Audioguidesystem auf Englisch, Französisch und Niederländisch abrufen. Dr. Dieter Schiffmann, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung zeigte sich zufrieden mit der stetig wachsenden Zahl von Schulklassen, die die Gedenkstätte besuchen, denn dies sei ein Zeichen für die wachsende Verankerung in der Region. Aber auch, dass die Gedenkstätte als Lernort der historisch-politischen Bildung immer öfter wahrgenommen und für Veranstaltungen wie „Jugend debattiert“ genutzt wird.
SS-Sonderlager/KZ Hinzert

- Aquarell des im KZ Hinzert erschossenen Häftlings Arthur Michel
Anfang Oktober 1939 wurde in Hinzert bei Trier ein Polizeihaftlager für straffällig gewordene Westwallarbeiter eingerichtet. Es trug die offizielle Bezeichnung "SS-Sonderlager Hinzert". Nach Auflösung der Polizeihaftlager am Westwall im Frühsommer 1940 und der Unterstellung des SS-Sonderlagers Hinzert unter die Inspektion der Konzentrationslager (IKL) am 1. Juli 1940 diente das Lager als "Durchgangslager" insbesondere der luxemburgischen, belgischen, französischen und niederländischen Häftlinge auf ihrem Leidensweg nach Buchenwald, Natzweiler oder Dachau.
Aufgegeben wurde das Lager im März 1945, ein Teil der Häftlinge wurden auf den Marsch nach Buchenwald getrieben. Andere Häftlinge blieben im Lager - zuletzt ohne Aufseher - zurück, bis die Amerikaner kamen.
Eröffnung des Dokumentations- und Begegnungshauses am 10.12.2005
Nachdem die Landeszentrale für politische Bildung im Auftrag der Landesregierung eine Konzeption für die Gedenkstätte ausgearbeitet hatte (1991/1992), installierte sie seit 1994 ein Informationssystem, das die "Stätten der Unmenschlichkeit" im Umfeld des ehemaligen Lagers ausweist und in ihrer historischen Bedeutung erläutert. Der rheinland-pfälzische Landtag fasste im Jahr 2002 einstimmig den Beschluss, ein Dokumentations- und Begegnungshaus neben der Gedenkstätte zu errichten. Es wurde am 10. Dezember 2005 in Anwesenheit des luxemburgischen Premierministers Jean-Claude Juncker und des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck eröffnet.

- Foto des neuen Dokumentations-und Begegungshauses

- Ministerpräsident Beck und Premierminister Junker mit einer Rose in der Hand

- Premierministers Junker bei seiner Rede

