Hinzert
AKTUELL
Besondere Öffnungszeiten
Wegen einer Fachtagung zum 70. Jahrestag der Eingliederung des SS-Sonderlagers Hinzert in die Inspektion der Konzentrationslager ist das Dokumentations- und Begegnungshaus der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert am Donnerstag, dem 1. Juli 2010 ganztägig geschlossen.
Der Friedhof der Gedenkstätte und das Informationstafelsystem, mit dem die "Stätten der Unmenschlichkeit" im angrenzenden Wald markiert sind, können auch an diesem Tag wie immer von 9.00 bis 17.00 Uhr besucht werden.
Ab dem 2. Juli ist das Dokumentations- und Begegnungshaus wieder zu den üblichen Zeiten geöffnet: Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag von 9.00 - 13.00 und von 14.00 - 17.00 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 14.00 - 17.00 Uhr. Montags ist geschlossen.

- Aquarell des im KZ Hinzert erschossenen Häftlings Arthur Michel
Anfang Oktober 1939 wurde in Hinzert bei Trier ein Polizeihaftlager für straffällig gewordene Westwallarbeiter eingerichtet. Es trug die offizielle Bezeichnung "SS-Sonderlager Hinzert". Nach Auflösung der Polizeihaftlager am Westwall im Frühsommer 1940 und der Unterstellung des SS-Sonderlagers Hinzert unter die Inspektion der Konzentrationslager (IKL) am 1. Juli 1940 diente das Lager als "Durchgangslager" insbesondere der luxemburgischen, belgischen, französischen und niederländischen Häftlinge auf ihrem Leidensweg nach Buchenwald, Natzweiler oder Dachau.
Aufgegeben wurde das Lager im März 1945, ein Teil der Häftlinge wurden auf den Marsch nach Buchenwald getrieben. Andere Häftlinge blieben im Lager - zuletzt ohne Aufseher - zurück, bis die Amerikaner kamen.
Eröffnung des Dokumentations- und Begegnungshauses am 10.12.2005
Nachdem die Landeszentrale für politische Bildung im Auftrag der Landesregierung eine Konzeption für die Gedenkstätte ausgearbeitet hatte (1991/1992), installierte sie seit 1994 ein Informationssystem, das die "Stätten der Unmenschlichkeit" im Umfeld des ehemaligen Lagers ausweist und in ihrer historischen Bedeutung erläutert. Der rheinland-pfälzische Landtag fasste im Jahr 2002 einstimmig den Beschluss, ein Dokumentations- und Begegnungshaus neben der Gedenkstätte zu errichten. Es wurde am 10. Dezember 2005 in Anwesenheit des luxemburgischen Premierministers Jean-Claude Juncker und des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck eröffnet.

- Foto des neuen Dokumentations-und Begegungshauses

- Ministerpräsident Beck und Premierminister Junker mit einer Rose in der Hand

- Premierministers Junker bei seiner Rede