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Geschichte und Chronologie der LpB

Am 18. Dezember 1973 wurde die LpB auf Anordnung der rheinland-pfälzischen Landesregierung gegründet. 1993 wurde durch eine modifizierte Anordnung den gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung getragen. Die Neufassung der inhaltlichen Schwerpunkte der Arbeit, die Zusammensetzung des Kuratoriums und die Zuordnung zum Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung (heute: Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur) waren wesentliche Veränderungen. Besonders hervorzuheben ist die Gedenkarbeit, die 1992 in den Aufgabenbereich der Landeszentrale für politische Bildung integriert wurde.

Chronologie: Vom Bürgerkundlichen Arbeitskreis
zur Landeszentrale für politische Bildung

  • 27.04.1953
    Gründung des Bürgerkundlichen Arbeitskreises (BAK) Rheinland-Pfalz e.V. auf Anregung des seit 1951 bestehenden BAK Wiesbaden. Erster Vorsitzender des BAK wird Wilhelm Froitzheim (CDU). Seine Stellvertreter werden Dr. Albert Ehlgen (SPD) und Max Theodor Lotz (FDP).
  • 10.07.1953
    Beschluss der Satzung des BAK, in der Aufgabe und Zweck folgendermaßen definiert werden:
    "Der BAK Rheinland-Pfalz erstrebt die sachliche Unterrichtung in demokratischem verfassungsbejahendem Sinn auf allen Gebieten des staatsbürgerlichen Lebens. [Er] vertritt keine Berufs- oder Standesinteressen und ist streng überparteilich und überkonfessionell. ... Zur Durchführung seiner Aufgaben hält der BAK Seminare ab, die vorwiegend von der jüngeren Generation besucht werden sollen."
  • 25.10.1955
    Beschluss der Mitgliederversammlung des BAK zur Gründung des Instituts für Staatsbürgerliche Bildung, zunächst noch als "Arbeitsstelle für staatsbürgerliche Erziehung".
  • 05.12.1955
    Formelle Gründung des Instituts unter Trägerschaft des BAK und des Verbandes der Volkshochschulen Rheinland-Pfalz e.V.
  • 16.08.1956
    Dr. Walter Gruber (parteilos) nimmt seine Tätigkeit als Direktor des Instituts für Staatsbürgerliche Bildung auf.
  • Juni 1958
    Nach der Berufung von Dr. Walter Gruber auf eine neue Stelle in Stuttgart bleibt der Posten des Direktors zunächst unbesetzt.
  • Herbst 1959
    Die Direktion wird neu geregelt: Der Geschäftsführer des BAK, Werner Klöckner (CDU), wird zugleich geschäftsführender Direktor des Instituts für staatsbürgerliche Bildung. Wolfgang Götz (FDP) wird zum weiteren Direktor ernannt.
  • März 1960
    Das Institut und der BAK ziehen von der Kaiserstraße 22 in einen Neubau am Gutenbergplatz in Mainz.
  • Sep. 1970
    Das Institut bezieht seine neuen Räumlichkeiten im Gebäude Am Kronberger Hof 6.
  • 18.12.1973
    Anordnung der Landesregierung über die Errichtung der Landeszentrale für politische Bildung (Staatsanzeiger für Rheinland-Pfalz, 27.12.1973 - Nr. 50, S. 693) mit Wirkung zum 1. Januar 1974.
  • 01.01.1974
    Aufnahme der Tätigkeit der Landeszentrale für politische Bildung unter Leitung des Direktors Herbert Scheffler (CDU), der zugleich Leiter des Referates 1 ist. Leiter der beiden anderen Referate sind Willi Abts (SPD) und Harald Glahn (FDP).
  • 20.02.1985
    Herbert Scheffler, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, wird mit Wirkung zum 31. Mai in den Ruhestand versetzt. Die kommissarische Leitung übernimmt Harald Glahn.
  • 01.02.1986
    Christa Drews-von Steinsdorff (CDU), bis dahin Oberstudiendirektorin in Trier, tritt ihr Amt als neue Direktorin an. Referatsleiter sind Harald Glahn und Robert Hess (SPD).
  • Juni 1986
    Die Landeszentrale bezieht neue Räume und vergrößert sich - zur zweiten Etage kommt die dritte hinzu, wo auch die Bibliothek eingerichtet wird.
  • 01.12.1987
    Hans-Georg Meyer (SPD) wird neuer stellvertretender Direktor der Landeszentrale und zugleich Leiter des Referates 2.
  • 01.09.1988
    Dr. Bernd Rückwardt (F.D.P.) wird Leiter des Referates 3.
  • 1991
    Das Land Rheinland-Pfalz erwirbt das Gelände und das Gebäude des ehemaligen KZ Osthofen. Nach der Landtagswahl im gleichen Jahr erhält die Landeszentrale für politische Bildung von der Landesregierung den Auftrag zur Erarbeitung einer Gedenkstättenkonzeption.
  • 1992/93
    Die Arbeit der Landeszentrale wird umstrukturiert. Multiplikatorinnen und Multiplikatoren werden zur Hauptzielgruppe.
  • 01.01.1993
    Christa Drews-von Steinsdorff verlässt die rheinland-pfälzische Landeszentrale und wird Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern. Kommissarischer Leiter  in Rheinland-Pfalz wird Hans-Georg Meyer.
  • 01.10.1993
    Hans-Georg Meyer wird neuer Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz.
  • 13.12.1993
    Nach Änderungen 1991 und 1992 wird die heute noch gültige "Anordnung der Landesregierung über die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz" erlassen. Mit Wirkung zum 1. Januar 1994 wird die Landeszentrale für politische Bildung dem Minister für Wissenschaft und Weiterbildung (seit Ende 1994 Minister für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung) zugeordnet.
    Die neue Anordnung führt nun auch die Gedenkstättenarbeit als Schwerpunkt der inhaltlichen Arbeit der Landeszentrale auf.
  • 01.03.1994
    Marianne Rohde (CDU) wird neue stellvertretende Direktorin und Leiterin des Referates 1.
  • Jan. 1995
    Eröffnung der ersten Außenstelle der Landeszentrale in der Pfalz, im Weiterbildungszentrum Kaiserslautern.
  • Herbst 1996
    Der Gerty-Spies-Literaturpreis der rheinland-pfälzischen Landeszentrale, der zur literarischen Auseinandersetzung mit einem gesellschaftspolitischen Thema anregen soll, wird erstmals verliehen. Preisträger ist Jean-Philippe Devise. Die Auszeichnung ist nach der 1897 in Trier geborenen Schriftstellerin Gerty Spies benannt, die 1942 als Jüdin ins KZ Theresienstadt deportiert wurde, wo sie zu schreiben begann. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre verliehen.
  • Nov. 1996
    Eröffnung der Dauerausstellung "Rheinland-Pfalz: Die Zeit des Nationalsozialismus in unserem Land" im NS-Dokumentationszentrum
    Rheinland-Pfalz / Gedenkstätte KZ Osthofen.
  • Sommer 1997
    Die Landeszentrale kann im 1. Stock des Hauses Am Kronberger Hof zusätzliche Räume anmieten. Mit dem neuen großen Raum, der 1999 in Gerty-Spies-Saal benannt wird, kann sie nach einem Umbau erstmals Veranstaltungen mit bis zu hundert Personen im eigenen Haus durchführen.
  • 01.04.1998
    Gernot Heck wird als erster hauptamtlicher Leiter der Außenstelle Pfalz in Kaiserslautern der Öffentlichkeit vorgestellt. Zum 1.1.1999 wird er auch Leiter des neuen Referats 4.
  • 21.08.1999
    Die Landeszentrale feiert zum 25-jährigen Jubiläum ihren ersten "Tag des Offenen Hauses".
  • Herbst 1998
    Preisträgerin des diesjährigen Gerty-Spies-Literaturpreises ist Dr. Christiane Schmelzkopf. Die Namensgeberin der Auszeichnung, Gerty Spies, starb am 10. Oktober 1997 im Alter von 100 Jahren in München.
  • 03.09.1999
    Offizielle Feierstunde zum 25-jährigen Bestehen der Landeszentrale im Plenarsaal des Mainzer Landtags.
  • 01.01.2000
    Uwe Bader wird neuer Leiter des Referats 2.
  • 24- 26.03.2000
    Erstmals findet ein Deutsch-Israelisch-Palästinensisches Autorentreffen der Landeszentrale in den palästinensischen Autonomiegebieten statt.
  • Herbst 2000
    Der Gerty-Spies-Literaturpreis wird erstmals direkt verliehen. Preisträgerin ist Gabriele Weingartner.
  • 01.10.2000 
    Neuer Dienstsitz des Leiters von Referat 2, Uwe Bader: Das NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz/Gedenkstätte KZ Osthofen.
  • Frühjahr 2001
    Hans-Georg Meyer, Direktor der Landezentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, wird der Haviva-Reik-Friedenspreis des Bildungs- und Friedensinstituts Givat Haviva/ Israel verliehen.
  • April 2001
    Die Außenstelle Nord in Koblenz wird im Medienladen des Kurt-Esser-Hauses am Bahnhofsvorplatz eröffnet. Zum Leiter der Außenstelle wird Dieter Gube bestellt.
  • Herbst 2001
    Die Landezentrale für politische Bildung hat erstmals einen mit 5.000 DM dotierten Filmpreis für gesellschaftspolitische Filme ausgeschrieben. Preisträger ist Stanislaw Mucha mit seinem Film „Absolut Warhola“. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen.
  • 09. Januar 2002
    Ministerpräsident Kurt Beck übergibt Herrn Hans-Georg Meyer, Direktor der Landezentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, das durch den Bundespräsidenten Johannes Rau verliehene Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
  • Frühjahr 2002
    Mit Fertigstellung der Umbaumaßnahmen zieht das NS-Dokumentationszentrum in das erste Obergeschoss des Gebäudekomplexes KZ Osthofen um. Hier haben die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, im Lesesaal des Zentrums zur NS-Zeit in Rheinland-Pfalz zu recherchieren und zu forschen.
  • 03. Mai 2002
    Der ruandische Staatspräsident Paul Kagame besucht zusammen mit weiteren Angehörigen der ruandischen Regierungsdelegation die Gedenkstätte KZ-Osthofen.
  • Herbst 2002
    Der diesjährige Preisträger des mit 2.500 Euro dotierten Gerty-Spies-Literaturpreises ist Johano Strasser, Präsident des P.E.N-Zentrum Deutschland.
  • 16. September 2002
    Hans-Georg Meyer, Direktor der Landezentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, wird durch Grossherzog Henri von Luxemburg und Herzog von Nassau, der Titel und Orden eines Offiziers im Verdienstorden des Grossherzogtums Luxemburg verliehen. Uwe Bader, Referatsleiter Gedenkarbeit, erhält die Auszeichnung eines „Ritters im Verdienstorden“.
    Die Verleihung wird von Staatsminister Jean-Claude Juncker vorgenommen.
  • 1. Mai 2003
    Nachdem der bisherige Leiter der Außenstelle Pfalz, Gernot Heck, in den Ruhestand gegangen ist, übernimmt Dr. Bernd Rückwardt, bisheriger Leiter des Referats 3 Medien, die Leitung der Außenstelle Pfalz in Kaiserslautern. Er ist jetzt zuständig für die Arbeitsfelder Europa, Migration und Extremismus.
    Außenstelle Kaiserlautern
  • 1. Juni 2003
    Der neue Leiter des Referates 3, Dr. Rüdeger Schlaga, nimmt seine Arbeit auf. Neben der Medienarbeit inklusive Online-Redaktion wird er zukünftig die Arbeitsfelder Friedens- und Sicherheitspolitik sowie Kultur und Politik betreuen.
  • 5. November 2003
    Die Dokumentationen „Gherdeal“ von Martin Nudow und Thomas Beckmann, sowie „Gecekondu - über Nacht gebaut“ von Anja Hansmann und Ebru Ka-raça werden mit dem Filmpreis der Landeszentrale für politische Bildung für gesellschaftspolitische Filme ausgezeichnet. Das Preisgeld von 2.500 Euro wird geteilt und beiden Filmen in gleichen Anteilen zugesprochen.
  • 10. November 2004
    Ruth Almog, in Tel Aviv lebende Schriftstellerin, erhält den mit 2.500 Euro dotierten Gerty-Spies-Literaturpreis verliehen.
  • 3. November 2005
    Der mit 2.500 Euro dotierte Preis der Landeszentrale für den besten politischen Film wird auf dem 22. video-/film festival 2005 in Koblenz wie bereits vor zwei Jahren geteilt. Sebastian Heinzel erhält für seinen Spielfilm "89 mm - Freiheit in der letzten Diktatur Europas" ein Preisgeld von 1.500 Euro. Juliane Zelwies erhält für ihren Film "Der Sprung ins kalte Wasser" 1.000 Euro.
  • März 2004
    Abschluss der Planungen für den Neubau des Dokumentations- und Begegnungshauses an der Gedenkstätte ehemaliges SS-Sonderlager/ KZ Hinzert. Der Spatenstich erfolgt am 18. September 2004, die Fertigstellung voraussichtlich am 17. September 2005.
  • 24. Mai 2004
    Eröffnung der neuen Dauerausstellung "Nationalsozialismus in Rheinland-Pfalz" im NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz/ Gedenkstätte KZ Osthofen.
  • 31. Januar 2005
    Der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Hans-Georg Meyer wird in den einstweiligen Ruhestand versetzt.
  • 01. Februar 2005
    Dr. Dieter Schiffmann tritt sein Amt als Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz an.
  • 10. Dezember 2005
    Einweihung des Dokumentations- und Begegnungshauses ehemaliges SS-Sonderlager / KZ Hinzert durch Ministerpräsident Kurt Beck
  • (Stand: 15. Januar 2006)
     
 
Fassade des Hambacher Schlosses