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Demokratie

„Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen der gehabten.“ (Winston Churchill)

Auch der überwiegende Teil der deutschen Bevölkerung hält die Demokratie für die beste aller Staatsformen und hat eine positive Einstellung zu unserer Verfassungsordnung. Dennoch ist festzustellen, dass die herkömmlichen politischen Beteiligungsformen abnehmen, die Wahlbeteiligung in der Bundesrepublik sinkt ständig. Während die einen der Auffassung sind, dass sich damit über 60 Jahre nach Einführung der Demokratie die Wahlbeteiligung in unserem Lande auf ein Normalmaß hin bewegt, sind die anderen der Auffassung, dass hinsichtlich des Rückgangs Ursachenforschung betrieben und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden müssen.

Bei der Frage nach den Ursachen werden vorschnell Unmut über Politiker und Politikerinnen sowie Parteienverdrossenheit als Gründe ausgemacht. Aber wie die Studie „Politische Partizipation in Deutschland“  der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag der Bertelsmann Stiftung zeigt, bedeutet Kritik, Unzufriedenheit oder eine niedrige Wahlbeteiligung nicht automatisch Verdruss oder gar Ablehnung. Das angespannte Verhältnis zwischen Politik und Bevölkerung lässt sich anhand einer Vielzahl von Ursachen erklären.

Das Interesse an Politik ist vorhanden, allerdings gepaart mit Enttäuschungen. Mit vielen Unsicherheiten verbundene Reformen und eine zunehmende Tendenz der Skandalisierung von Politik und Politikern in den Medien hat zur Skepsis und einem Negativimage gegenüber vielen Spitzenpolitikern und den Parteien beigetragen: zu den häufigsten Kritikpunkten zählen Inkompetenz, mangelnde Glaubwürdigkeit und Intransparenz vieler Entscheidungsprozesse.

Fühlen sich Bürgerinnen und Bürger nicht ernst (genug) genommen, missverstanden, kurz: nicht ins politische Geschehen integriert? Soll die Bevölkerung mehr an politischen Entscheidungen beteiligt werden? Wie kann veränderten Engagementformen Rechnung getragen werden? Lässt sich mit anderen Beteiligungsformen eine größere Akzeptanz erreichen?

Die Fragen sind nicht neu und ob andere Partizipationsformen das politische Interesse und die Wahlbeteiligung steigern, wäre zumindest den Versuch wert.

Fakt ist, jeder ist Teil der Politik, der Demokratie! Scheint die eigene Stimme noch so nichtig und unbedeutend - sie war nicht immer selbstverständlich. Der Kampf um das Wahlrecht endete in Deutschland endgültig erst im Jahre 1918 - seitdem ist es allen Frauen und Männern in Deutschland erlaubt an Wahlen teilzunehmen. Sich kontinuierlich mit dem Thema Demokratie zu befassen ist auch wichtig um das langerkämpfte Entscheidungsrecht zu erhalten.

Auswahl von Publikationen, die in der Landeszentrale für politische Bildung zum Thema „Demokratie“ erhältlich sind

  • neu: Beiträge zum Hambacher Disput 2010 können hier als pdf-Datei heruntergeladen oder im Shop bestellt werden.
  • „Multiplikationspaket“
  • „Politische Partizipation in Deutschland“ – Ergebnisse einer repräsentativen Studie
  • „Demokratie“ Geschichte – Formen - Theorien
  • „Demokratietheorien“ Von der Antike bis zur Gegenwart – Texte und Interpretationshilfen Best.-Nr. 21/017
  • „Die Deutsche Demokratie“ Best.-Nr. 21/020
  • „Das politische System Deutschlands“ Best.-Nr. 21/035 
  • „Demokratie“ – Informationen zur politischen Bildung Best.-Nr. 21/010
  • „Parlamentarische Demokratie“ – Informationen zur politischen Bildung Best.-Nr. 22/001
  • „Parteiendemokratie“ - Informationen zur politischen Bildung
  • „Wahlen in Deutschland“ Best.-Nr. 22/702 
  • Städte, Landkreise, Verbandsgemeinden und Gemeinden - Das rheinland-pfälzische Kommunalsystem im Überblick Best.- Nr. 44/205

Allgemeine Links

 
Historischer Stich: Menschen mit Fahnen beim Hambacher Fest

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Ansprechpartnerin

Marianne Rohde, Tel. 06131/16-2982/72
E-Mail

Downloads

Was taugte die Sonntagsfrage? - Umfragen zur Bundestagswahl 2005 (PDF-Datei, 352 KB)

Meinungsforschung und Meinungsmache am Beispiel des Bundestagswahlkampfs 2005 - Was taugt die "Sonntagsfrage" von Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig (Langfassung) (PDF-Datei, 1,2 MB)
(Kurzfassung)  (PDF-Datei, 1,6 MB)