"Bilder, die lügen"
vom 13. März bis 3. Juli 2005 in der Meistermannhalle, ZDF, Mainz-Lerchenberg Geöffnet Mo-Fr 10-17.30 Uhr Sa, So, Feiertage 13-17.30 Uhr Eintritt frei!
Die Wanderausstellung "Bilder, die lügen" der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland fragt nach der Objektivität von Bildern und zeigt Grundmuster der Manipulation von und mit Bildern.
Der Besucher taucht ein in ein "Lügen-ABC". Rund 300 Objekte veranschaulichen die Bandbreite des Themas.

- Besucher der Ausstellung X für U - Quelle: ZDF, Kerstin Bänsch
Die bekannteste Methode, Fotos zu manipulieren, ist der direkte Eingriff in das Bildmaterial. Vor allem totalitäre Systeme nutzen bis heute diese Methode. "D wie Damnatio memoriae" bedeutet im klassischen Verständnis, die Erinnerung an verstorbene Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auszulöschen. Die Ausstellung nimmt den Begriff auf und erweitert ihn. ´
Sie zeigt, wie missliebig gewordene und in Ungnade gefallende Personen aus vorhandenem Bildmaterial entfernt und so aus der Erinnerung gestrichen werden.

- Besucher der Ausstellung X für U - Quelle: ZDF, Kerstin Bänsch
Schere und Retuschepinsel sind heute längst überholt: Die modernen technischen Möglichkeiten digitaler Bildbearbeitung lassen eine Unterscheidung von authentischem und bearbeitetem Bild nicht mehr zu. "Z wie Zukunft" zeigt, wie neue virtuelle Realitäten - künstliche Bildwelten - entstehen, die aus der Kombination verschiedener Vorlagen zusammengesetzt sind.
Bilder lügen gelegentlich auch durch Informationen zum Bild: "B wie Born" rollt einen der spektakulärsten Fälle von Fälschung im Fernsehen auf. Mangelhafte journalistische Sorgfalt ermöglichte dem freiberuflich arbeitenden Journalisten Michael Born, Magazinbeiträge mit gestellten Szenen bei verschiedenen Sendern zu platzieren, Filme über den Ku-Klux-Klan oder Aktivitäten kurdischer Extremisten. Nicht die Bilder allein, sondern erst die begleitende Kommentierung machten die Beiträge zur Lüge.

- v.l.n.r.: Prof. Dr. Hermann Schäfer (Stiftung Haus der Geschichte), Nikolaus Brender (Chefredakteur des ZDF), Alexander Stock (ZDF Kommunikationschef) - Quelle: ZDF, Kerstin Bänsch
Ein weiteres Grundmuster der "Lüge in Bildern" ist die manipulative Zusammenstellung von Einzelbildern. "F" wie "Führermythos" zeigt die Inszenierung einer Person zum fast übernatürlichen Wesen der "Vorsehung".
Jeder "Fall" der Ausstellung wird in seinem spezifischen historischen Kontext erläutert. Wesentliche Rollen spielen technische Umsetzung, Entlarvung und Rezeption der Lügengeschichten. Auch die unterschiedlichen Motive, die den Fälschungen zugrunde liegen - persönliche, kommerzielle, politische - werden in der Ausstellung deutlich. Ziel ist, den Besucher zu kritischem Umgang mit Bildern anzuregen.
Die Landeszentrale für politische Bildung bietet im Rahmenprogramm der Ausstellung "Bilder, die lügen" einige Veranstaltung an, die sich in unterschiedlicher Weise mit dem Thema befassen:
- Politik und Bildjournalismus (PDF-Datei, 150 KB)
- Manipulation in den Medien (PDF-Datei, 108 KB)
- Lange Nacht des politischen Kurzfilms (PDF-Datei, 62 KB)
Weitere Veranstaltungen, die im ZDF angeboten werden, finden Sie auf der Webseite des ZDF: www.ausstellung.zdf.de . Besuchen Sie bitte unsere Webseite regelmäßig, denn dort finden Sie das jeweils aktuelle Veranstaltungsprogramm. Zur Ausstellung schauen Sie nach auf der Internetseite des Haus der Geschichte: www.hdg.de
Spielfilme zu "Bilder, die lügen" beim Landesfilmdienst
Anschauungsmaterial, wie heutzutage per Manipulation Wirklichkeit erzeugt oder verändert wird, enthalten Spielfilme in mannigfaltigen Formen. Eine Liste von Spielfilmen, die der Landesfilmdienst im Kontext der Ausstellung "Bilder, die lügen" zusammengestellt hat und von dort bezogen werden können, finden Sie hier

LpB auf Facebook